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Ein Rundgang durch die Kirche
Zentrum der Kirche ist der ALTAR. „Auf ihm wird das Kreuzesopfer unter sakramentalen Zeichen gegenwärtig, er ist der Tisch des Herrn, an dem das Volk Gottes in der gemeinsamen Messfeier Anteil hat. Er ist zugleich Mittelpunkt der Danksagung, die in der Eucharistiefeier zur Vollendung kommt.“
Der prächtiger Hochaltar stammt aus dem Jahr 1704. Das große Altargemälde stellt die Salbung Jesu durch die Hl. Maria Magdalena dar. Links und rechts sind überlebensgroße Heiligenstatuen: Hl. Johannes der Täufer, Hl. Petrus auf der linken Seite, rechts der Hl. Jakobus der Ältere und Johannes der Evangelist.
Links vom Oberbild die bedeutenden österreichischen Heiligen Leopold und Florian und rechts die Pestheiligen Sebastian und Rochus. Die seitlichen Oratorien bilden mit dem Hochaltar eine künstlerische Einheit.
Der Ambo:

Für unser gottesdienstliches Feiern ganz wichtig ist der Ort der Verkündigung des Wortes Gottes. Von hier aus hören wir die Lesungen aus dem Alten und Neuen Testament, von hier aus wird das Wort der Evangelien verkündet. Das Wort Gottes, ausgelegt in der Predigt, soll uns Hilfe und Richtschnur für die Gestaltung unseres christlichen Lebens sein.

Von der prunkvollen, barocken Kanzel auf der linken Seite aus dem Jahr 1712, wurde bis in die Zeit des 2. Vatikanischen Konzils (1965) die Predigt gehalten. Entsprechung auf der rechten Seite ist die Figur des Hl. Johannes Nepomuk, auf der Weltkugel stehend, ebenfalls aus dem Jahr 1712. Er symbolisiert die Vollmacht der Sündenvergebung, die der Kirche übertragen ist.
Der Taufort:

Das Grundsakrament als Sakrament der Eingliederung in die Kirche ist das Sakrament der Taufe. Der zentralen Bedeutung dieses Sakramentes haben wir insofern Rechnung getragen, dass wir im Zuge der Innenrenovierung im Jahr 2004 das wertvolle Taufbecken aus dem Jahr 1632 in den Altarraum gestellt haben.
Die Orgel:
Ein wunderschönes Gegenstück zum barocken Hochaltar ist die Orgel. Das Orgelgehäuse aus der Zeit des Hochbarock zählt zu den schönsten in Niederösterreich. Es ist anzunehmen, dass nach dem großen Brand der Kirche im Jahr 1645 wieder eine Orgel aufgestellt wurde. Die jetzige Orgel wurde im Jahr 1796 aus dem aufgelassenen Minoritenkloster in Stein nach Scheibbs gebracht. Sie wurde von Ignaz Gatto d. J. erbaut. Im Laufe der Jahre erfuhr sie verschiedenste Umbauten. Im Jahr 1999 wurde sie vom Strassburger Orgelbaumeister Daniel Kern unter Beibehaltung des alten Gehäuses fachgerecht restauriert und den Erfordernissen der heutigen Zeit angepasst. Sie hat 24 Register, 1664 Pfeifen, davon 140 noch aus der alten Orgel.
Die Seitenkapellen Die in der Barockzeit angebauten Seitenkapellen legen uns besondere Inhalte unseres Glaubens und unserer Bitten an die Heiligen als Fürsprecherinnen und Fürsprecher nahe
Die Marienkapelle:
Sie war ursprünglich die Kapelle der Rosenkranzbruderschaft. Sehr schön ist das Gewölbe mit Stuckdekor und Darstellungen der Lauretanischen Litanei. In Ihren Ursprüngen stammt die Marienkapelle aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts, die Grundsteinlegung der neuen Marienkapelle erfolgte im Jahr 1726. Herzstück ist eine spätgotische Madonna, die auf wunderbare Weise den großen Brand 1645 überstanden hat. An den Seitenwänden sind noch eine barocke Marienskulptur und ein barocker „Gnadenstuhl“ (Darstellung der Dreifaltigkeit) angebracht.

Die Kreuzkapelle oder „Armenseelenkapelle“:
Wir glauben in besonderer Weise an das Erlösungswerk Jesu in seinem Sterben am Kreuz und in seiner Auferstehung. Dadurch haben wir Hoffnung über den Tod hinaus. Und diese Hoffnung ist auch die Grundlage unseres Betens für die Verstorbenen.
Die Nikolauskapelle:

Zentrum des Nikolausaltares ist die Skulptur des Hl. Nikolaus um 1720-1730. Der Grund für die Errichtung eines Altares zu Ehren des Hl. Nikolaus könnte wohl darin begründet sein, dass die Scheibbser Bürger sehr vom Eisenhandel abhängig waren und das Eisen vielfach am Wasserweg transportiert werden musste. Damit diese Transporte glücklich verlaufen, hat man den Patron der Schiffsleute um seine Hilfe angerufen. Der Hl. Nikolaus mahnt uns heute zu tatkräftiger Nächstenliebe.

Die Annakapelle:
Der Altar ist der Hl. Anna geweiht. Auf dem Altarbild sehen wir den Hl. Joachim und die Hl. Anna und Maria als kleines Kind. Im Aufsatzbild eine Darstellung der Nothelfer. Links und rechts sind Statuen des Hl. Leopold und der Hl. Kunigunde.
Im Langhaus der Kirche sind Hochwandfresken aus dem 18. Jahrhundert. Sie stellen die Geburt Jesu, seinen Tod und seine Auferstehung und die Herabkunft des Hl. Geistes dar. Sie sind also Darstellungen der Festgeheimnisse der Hochfeste des Kirchenjahres Weihnachten, Ostern und Pfingsten.
Die Kreuzwegstationen stammen aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Eine besondere Attraktion ist in der Weihnachtszeit die mechanische Krippe aus dem Jahr 1864, die vor allem die Kinder fasziniert.
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