Frieden!

Frieden, Frieden will ich rufen,

dass der Stern von Betlehem
nicht nur vor zweitausend Jahren,
als die Weisen aus dem Morgenland
in dem Stall und an der Krippe waren,
Dunkelheit mit seinem Licht erhellt,

sondern dass die Waffen heute schweigen
und kein Mensch mehr um Gewalt und Hunger weiß,
dass die Mächtigen sich vor den Schwachen neigen,
und es endlich Frieden wird in dieser Welt,
der für alle Zeiten hält.

Frieden, Frieden will ich rufen,

dass der Stern auch heute
in dir aufgeht und mit hellem Licht
deine Angst und Trauer, Schmerz und Schuld 
ein für alle Mal durchbricht
und jetzt ruhen kann, was gestern war,

dass sich deine Sehnsucht endlich stillt
und sich auf geheimnisvolle Weise
in der Zukunft auch dein Lebenstraum erfüllt.
Deine Wünsche werden wahr:
so gesegnet sei dein neues Jahr.

Christa Spilling-Nöker


 

Stern von Betlehem

Weihnachten spüren

Den Himmel spüren,
die Erde fühlen,
um mich nichts
als Licht und Weite.

Ausgespannt
zwischen den Welten
gehalten und frei!

In mir die Ahnung
von einer Wahrheit,
die keine Worte kennt,
eins mit dem Unendlichen,
eins mit dem Grund,
der mich trägt.

Corinna Mühlstedt