Kurze Geschichte der Pfarre & Pfarrkirche Scheibbs

KircheErstmals wird der Ort 1150 erwähnt. Scheibbs war um 1200 ein Vikariat der Pfarre St. Leonhard am Forst und wurde 1322 als eigenständige Pfarre errichtet. Bis 1437 übte die Kartause Mauerbach das Patronat aus, überließ es schließlich der Kartause Gaming, dem die Pfarre 1497 inkorporiert wurde. Sie wurde aber immer von Weltpriestern betreut. Nach der Aufhebung der Kartause Gaming im Jahre 1782 wurde sie der Diözese St. Pölten zur Seelsorge anvertraut.

Die Kirche in ihrer heutigen Form wurde wahrscheinlich über einem romanischen Vorgängerbau zu Beginn des 16. Jahrhunderts errichtet. Die mächtige spätgotische dreischiffige Hallenkirche besitzt einen schlanken, in den unteren Geschossen gotischen Turm mit „Welscher Haube“ aus dem Jahr 1609. Im Jahr 1645 wurde die Kirche von einem großen Brand heimgesucht. In der Barockzeit wurde der Kirchenraum durch den Anbau von vier Seitenkapellen erweitert, deren größte und schönste die südseitig gelegene Marienkapelle ist. Sie wird dem Barockbaumeister Josef Munggenast zugeschrieben. Die letzten großen Renovierungen waren in den Jahren 1895 – 1898, 1947 – 1949, Dach und Fassade 1998, und schließlich 2004 –2005 die Innenrenovierung.

Das Innere der Kirche ist geprägt vom harmonischen Zusammenwirken der spätgotischen Bauform mit der qualitätvollen barocken Ausstattung aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts. Besonders eindrucksvoll sind die 12 mächtigen Säulen und das Kreuzrippengewölbe.

Auf dem Kirchenplatz, an der rechten Seite des Haupteinganges zur Kirche, befindet sich eine spätgotische Ölbergdarstellung in einem barocken Bauwerk aus dem Jahr 1632.


Rundgang durch die Kirche